Rechtliches

Dokumentation

Transparenz und Datenschutz haben bei Blursafe höchste Priorität. Hier erfahren Sie, welche personenbezogenen Daten verarbeitet werden und welche Maßnahmen wir zum Schutz Ihrer Informationen einsetzen.

Grundprinzip — Bedeutung

Lokale Dokumentverarbeitung: PDF, Bildverarbeitung, OCR, Erkennung, Schwärzung, Pseudonymisierung und lokale Zusatzfunktionen laufen auf dem Gerät.

Mehrstufige Erkennung: Deterministische Regeln, Kontext, lokale KI, lokales Anwenderlernen und Dokumentstruktur ergänzen sich.

Sichere Ausgabe: Schwärzungen werden in der neu erzeugten Seite umgesetzt; geschwärzter Klartext soll nicht über eine Suchschicht wieder auftauchen.

Kontrolle durch den Anwender: Unsichere Funde bleiben prüfbar; manuelle Ergänzungen sind möglich.

1. Was ist Blursafe?

Blursafe ist eine Desktop-Anwendung zur sicheren Bearbeitung sensibler Dokumente. Die Software unterstützt dabei, personenbezogene und vertrauliche Informationen zu erkennen, zu prüfen, zu schwärzen oder zu pseudonymisieren.

Der Schwerpunkt liegt auf lokaler Verarbeitung. Dokumentinhalte müssen für OCR, Analyse, lokale KI-Erkennung, lokales Anwenderlernen, Schwärzung oder Pseudonymisierung nicht an einen externen Dokumentenverarbeitungsdienst übertragen werden.

Blursafe ist als Assistenzsystem konzipiert: Automatische Verfahren unterstützen die Prüfung, die fachliche Entscheidung über den konkreten Schutzbedarf bleibt beim Anwender beziehungsweise beim Verantwortlichen.

2. Wie funktioniert der typische Arbeitsablauf?

Dokumente hinzufügen: PDF-, JPG-/JPEG- und PNG-Dateien können einzeln oder gemeinsam als zusammengehörender Bestand verarbeitet werden.

Sensible Inhalte prüfen: Blursafe analysiert die Dokumente mit mehreren lokalen Erkennungsverfahren und stellt erkannte oder unsichere Angaben zur Prüfung bereit.

Schwärzen oder pseudonymisieren: Ausgewählte Informationen können entfernt oder durch eine Ersatzbezeichnung ersetzt werden.

Vorschau kontrollieren: Vor der finalen Ausgabe können die vorgesehenen Änderungen geprüft und manuell ergänzt werden.

Ausgabe erzeugen: Blursafe erstellt eine neue PDF-Datei und kann abhängig vom Workflow zusätzlich einen Prüfbericht erzeugen.

3. Welche Dateiformate werden unterstützt?

  • Native, digital erzeugte PDF-Dokumente

  • Gescannte PDF-Dokumente

  • PDFs mit einer Mischung aus nativen und gescannten Seiten

  • JPG-/JPEG-Bilder

  • PNG-Bilder

Bilddateien werden intern wie Dokumentseiten behandelt. Bei gemischten PDFs kann jede Seite abhängig von ihrer Struktur über den passenden lokalen Verarbeitungsweg laufen.

Die Ausgabe erfolgt als PDF. Soweit Textinformationen sinnvoll erhalten oder neu erzeugt werden können, kann eine durchsuchbare Textebene verwendet werden, ohne geschwärzte Originalinformationen wieder unsichtbar in die Ausgabedatei einzubringen.

4. Welche Verarbeitungsschritte laufen lokal?

  • PDF-Rendering und Seitenaufbereitung

  • Bildverarbeitung

  • Texterkennung (OCR)

  • Analyse und Erkennung sensibler Angaben

  • Deterministische Erkennungs- und Sicherheitsregeln

  • Optionale lokale KI-Inferenz

  • Lokales Anwenderlernen

  • Dokumentstruktur- und Layoutanalyse

  • Schwärzung und Pseudonymisierung

  • Erstellung der Ausgabedateien

  • Technische Nachprüfung der erzeugten Ausgabe

Für diese Dokumentverarbeitung ist kein Cloud-OCR-, Cloud-KI- oder externer Dokumentenverarbeitungsdienst erforderlich.

5. Welche Daten verlassen den Rechner?

Dokumentinhalte werden für die eigentliche Dokumentverarbeitung nicht an externe OCR-, KI- oder Cloud-Dienste übertragen.

Netzwerkfunktionen sind davon getrennt und können insbesondere für Lizenzverwaltung, Software-Updates oder das Öffnen externer Kauf- und Informationsseiten verwendet werden.

Bei der Lizenzkommunikation können technische Lizenz- und Programminformationen übertragen werden, beispielsweise eine gehashte Gerätekennung, Lizenzinformationen, Programmversionen und der jeweilige Lizenzvorgang. Dokumentinhalte gehören nicht zu dieser Kommunikation.

6. Benötigt Blursafe eine Internetverbindung?

Für die Verarbeitung Ihrer Dokumente: nein.

OCR, Dokumentanalyse, lokale KI-Inferenz, lokales Anwenderlernen, Schwärzung, Pseudonymisierung und PDF-Erstellung können lokal erfolgen. Produktbegleitende Funktionen wie Lizenzaktivierung, Lizenzprüfung oder Updates können getrennte Netzwerkkommunikation benötigen.

Ein Ausfall der Internetverbindung führt nicht dazu, dass Dokumente zur Verarbeitung in eine Cloud ausgelagert werden.

7. Verwendet Blursafe künstliche Intelligenz?

Blursafe kann eine optionale lokale KI-Komponente zur zusätzlichen Erkennung sensibler Angaben einsetzen. Modell, Tokenizer und Laufzeit werden lokal verwendet; für die eigentliche Inferenz werden Dokumenttexte nicht an einen externen KI-Anbieter übertragen.

Die KI ersetzt nicht die deterministischen Sicherheitsmechanismen. Ein KI-Treffer ist zusätzliche Evidenz und darf bestehende starke Schutzentscheidungen nicht abschwächen. Fällt die lokale KI aus oder ist sie deaktiviert, arbeitet Blursafe mit den übrigen lokalen Mechanismen weiter. Es gibt keinen Cloud-Fallback für die Dokumentanalyse.

8. Ist die lokale KI verpflichtend?

Nein. Die lokale KI ist eine optionale Zusatzfunktion. Das Basisprodukt bleibt ohne diese Komponente nutzbar. Die Aktivierung erfolgt kontrolliert und soll nicht allein deshalb erfolgen, weil ein KI-Paket installiert oder ausreichend Arbeitsspeicher vorhanden ist.

Konkrete Hardwareanforderungen können je nach freigegebenem Produktstand und Zielplattform variieren und werden anhand praktischer Messungen festgelegt.

9. Lernt Blursafe aus meinen Entscheidungen?

Blursafe kann ausdrückliche Benutzerentscheidungen lokal auswerten und daraus wiederverwendbare Lernregeln ableiten. Dieses Anwenderlernen ist kein Training oder Fine-Tuning eines KI-Modells.

Bloße KI-Treffer oder automatische Erkennungsergebnisse werden nicht automatisch zu Lernsignalen. Lernsignale entstehen nur aus dafür vorgesehenen ausdrücklichen Benutzerhandlungen. Wiederholungen innerhalb desselben Dokuments werden nicht einfach als mehrere unabhängige Erfahrungen gezählt.

Eine gelernte positive Regel kann zusätzliche Prüfevidenz erzeugen. Sie darf bestehende starke oder harte Treffer nicht abschwächen. Widersprüchliche Entscheidungen werden nicht einfach per Mehrheitsregel aufgelöst; die betreffende Lernwirkung kann stattdessen pausiert werden.

10. Was speichert das lokale Anwenderlernen?

Der dauerhafte Lernstand ist so ausgelegt, dass der gelernte personenbezogene Wert nicht als Klartext im Q-Lernspeicher abgelegt werden muss. Persistiert werden lokale Kennungen, Datenart, opake Dokumentkennungen, notwendige Zustandsinformationen, Formatinformationen und ein installationsbezogener lokaler Zufallswert.

Der eigentliche Wert kann während einer ausdrücklichen Benutzerentscheidung kurzfristig lokal verarbeitet werden, um daraus eine Kennung zu bilden. Der lokale Lernstand kann deaktiviert, zurückgesetzt oder gelöscht werden.

11. Kann lokales Lernen Schutzentscheidungen abschwächen?

Nein. Lokales Anwenderlernen ist additiv ausgelegt. Positive Lernregeln können zusätzliche Prüfung auslösen, aber keine bestehende harte oder starke Erkennung herabstufen. Negative Lerninformationen sind kein automatischer Freigabefilter und dürfen Treffer nicht löschen, SAFE erzwingen oder eine blockierende Endprüfung umgehen.

12. Wie funktioniert die OCR?

Seiten ohne verwertbare native Textebene – beispielsweise Scans oder Bilddateien – werden mit einer lokal ausgeführten OCR verarbeitet. Die benötigten OCR-Komponenten und Sprachdaten werden lokal bereitgestellt.

Deutsch ist die primär validierte Referenzsprache. Englische Dokumente können ebenfalls verarbeitet werden; einzelne deterministische Erkennungsbestandteile können dabei eine andere Abdeckung besitzen. Für weitere Sprachen sollte ohne separate Validierung keine pauschale vollständige Erkennungszusage gemacht werden.

13. Was passiert bei gedrehten oder fotografierten Dokumenten?

Bei Bilddateien können vorhandene Orientierungsinformationen berücksichtigt werden. Bei verdächtig gedrehten Scan-Seiten können alternative 90°-/270°-Ausrichtungen für die OCR geprüft werden.

Eine alternative Ausrichtung wird nicht allein deshalb übernommen, weil dadurch mehr Text erkannt wird. Die Auswahl erfolgt konservativ, damit eine vermeintliche OCR-Verbesserung nicht auf Kosten bereits erkannter sensibler Informationen erfolgt.

Starke perspektivische Verzerrungen oder beliebige fotografische Dokumentkorrekturen werden nicht pauschal als automatisch lösbar zugesagt.

14. Wie verarbeitet Blursafe mehrspaltige und komplex strukturierte Dokumente?

Blursafe kann die räumliche Struktur nativer PDF-Textlayer berücksichtigen. Das ist insbesondere bei mehrspaltigen Schriftsätzen, Formularen, Tabellen oder Beschriftungs-/Wert-Strukturen relevant.

Ziel ist, Inhalte verschiedener Seitenbereiche nicht allein deshalb miteinander zu vermischen, weil sie ungefähr auf derselben horizontalen Höhe stehen. Die Layoutanalyse nutzt vorhandene lokale Dokumentgeometrie und bleibt von der semantischen Erkennung getrennt.

Kann keine belastbare Struktur bestimmt werden, soll keine unsichere geometrische Zuordnung erzwungen werden. Geometrische Vermutungen dürfen nicht automatisch zu sicheren Treffern werden.

15. Was ist bei Tabellen und Formularen zu beachten?

Bei Tabellen und Formularen kann die räumliche Zuordnung zwischen Beschriftungen und Werten entscheidend sein. Blursafe behandelt diese Aufgabe als Strukturproblem und soll nicht allein aus der Bedeutung eines Textes raten, welche Felder zusammengehören.

Unsichere räumliche Zuordnungen werden konservativ behandelt. Tabellen, mehrzeilige Zellen, volle-Breite-Überschriften und versetzte Spalten dürfen durch eine Layoutanalyse nicht unnötig verschlechtert werden.

16. Erkennt Blursafe Handschrift, Unterschriften, Stempel und Logos?

Solche Inhalte können personenbezogene oder vertrauliche Informationen enthalten, sind aber nicht mit normalem maschinenlesbarem Text gleichzusetzen.

Blursafe kann visuelle sensible Inhalte abhängig vom freigegebenen Funktionsumfang automatisch erkennen, als prüfbedürftig markieren oder für eine manuelle Ergänzung zugänglich machen. Dazu können insbesondere handschriftliche Ergänzungen, Unterschriften, Stempel, Firmenlogos und besondere grafische Kennzeichnungen gehören.

Eine pauschale Garantie, dass jede Handschrift, Unterschrift oder jedes Logo zuverlässig automatisch erkannt wird, wird nicht gegeben. Unsichere visuelle Funde dürfen nicht unbemerkt als sichere Textentscheidung behandelt werden.

17. Wie funktioniert die Pseudonymisierung?

Schwärzen und Pseudonymisieren verfolgen unterschiedliche Ziele. Schwärzen entfernt eine Information aus der sichtbaren Ausgabe. Pseudonymisieren ersetzt sie durch eine Ersatzbezeichnung, beispielsweise „Michael Brandt“ → „Person Alpha“.

Dies kann den inhaltlichen Zusammenhang eines Dokuments erhalten, ohne dass die ursprüngliche Bezeichnung sichtbar bleibt. Innerhalb eines gemeinsamen Regelsatzes kann dieselbe Originalbezeichnung konsistent durch dasselbe Pseudonym ersetzt werden. Projekte beziehungsweise Regelsätze können gespeichert und wiederverwendet werden.

18. Welche Arten sensibler Angaben kann Blursafe erkennen?

  • Personennamen

  • Unternehmen

  • Adressen

  • Datumsangaben

  • E-Mail-Adressen

  • Telefonnummern

  • IBANs

  • Aktenzeichen

  • Kfz-Kennzeichen

  • Umsatzsteuer-Identifikationsnummern

  • Steuernummern

  • Handelsregisternummern

Je nach Datenart kommen unterschiedliche lokale Verfahren zum Einsatz. Nicht jede Kategorie wird nach demselben Mechanismus erkannt, und neue Kategorien können mit dem Produkt weiter ausgebaut werden.

19. Wie sicher ist die Schwärzung?

Blursafe verfolgt einen Ansatz, bei dem sensible Bereiche nicht lediglich durch ein verschiebbares schwarzes PDF-Objekt überdeckt werden. Die betreffenden Bereiche werden bei der Erzeugung der Ausgabeseite in den Bilddaten verändert.

Dadurch soll verhindert werden, dass der ursprüngliche sichtbare Inhalt einfach unter einer grafischen Abdeckung erhalten bleibt. Eine gegebenenfalls erzeugte Suchschicht darf geschwärzten Originaltext nicht als unsichtbaren Klartext wieder in die Datei einbringen.

20. Prüft Blursafe auch die fertige Ausgabe?

Blursafe kann die erzeugte Ausgabe technisch nachprüfen, damit sich die Sicherheitsprüfung nicht ausschließlich auf den ursprünglichen Eingabetext oder die geplanten Regeln beschränkt.

Eine solche Endprüfung kann insbesondere die tatsächlich gerenderten Ausgabeseiten erneut untersuchen. Dadurch lassen sich Fälle adressieren, in denen eine Information im Textlayer entfernt wurde, visuell aber noch vorhanden wäre.

Auch eine technische Nachprüfung ist kein Versprechen absolut fehlerfreier Erkennung in jeder denkbaren Dokumentform. Auffällige oder unsichere Ergebnisse bleiben prüfbedürftig.

21. Erkennt Blursafe automatisch jede sensible Information?

Nein. Kein automatisches Verfahren kann garantieren, in beliebigen Dokumenten jede sensible Information fehlerfrei zu finden. Scanqualität, ungewöhnliche Schriftarten, komplexe Layouts, OCR-Fehler, Sprache, Handschrift oder grafische Inhalte können die Erkennung beeinflussen.

Blursafe kombiniert deshalb mehrere voneinander getrennte Schutzebenen mit manueller Kontrolle. Unsicherheit soll als Unsicherheit sichtbar bleiben und nicht als Sicherheit ausgegeben werden.

22. Kann eine KI- oder Lernregel einen sicheren Treffer entfernen?

Nein. Bestehende starke beziehungsweise harte deterministische Treffer haben Vorrang. Lokale KI- und Lernhinweise dürfen diese Entscheidungen nicht herabstufen oder entfernen. Die Schutzrichtung ist absichtlich asymmetrisch: Zusatzsysteme können zusätzliche Prüfung verursachen, aber nicht ohne ausreichende Grundlage Schutzentscheidungen aufheben.

23. Was passiert, wenn eine lokale Zusatzfunktion ausfällt?

Zusatzfunktionen wie lokale KI oder lokales Anwenderlernen sind nicht die alleinige Grundlage der Dokumentverarbeitung. Fällt eine Komponente aus, soll der Ausfall sichtbar werden, während die übrigen lokalen und deterministischen Mechanismen weiterarbeiten.

Ein Ausfall darf insbesondere nicht automatisch dazu führen, dass ein Dokument als sicher gilt. Für die Dokumentanalyse gibt es keinen stillen Cloud-Fallback.

24. Wie werden lokale Lerninformationen unter Windows geschützt?

Lokale Lerninformationen werden im lokalen Benutzerprofil gespeichert. Damit gelten grundsätzlich die Schutzgrenzen des Betriebssystemprofils. Andere normale lokale Benutzer erhalten unter einer üblichen Windows-Profilgrenze keinen normalen Zugriff auf die Daten eines fremden Benutzerprofils; Administratoren und SYSTEM können grundsätzlich auf lokale Benutzerdaten zugreifen.

Blursafe sollte deshalb nicht behaupten, lokale Lerninformationen kryptografisch vor einem Administrator des Rechners zu verbergen. Der Lernstand ist zusätzlich so angelegt, dass der gelernte personenbezogene Wert nicht als Klartext persistiert werden muss.

25. Unterstützt Blursafe mehrere Benutzerprofile?

Ein eigenes vollständiges Mehrbenutzer- oder Mandantenprofilmodell für lokale Lernregeln ist nicht automatisch mit einer Windows-Installation gleichzusetzen. Je nach Produktkonfiguration kann ein lokaler Lernkontext pro Installation beziehungsweise Benutzerprofil bestehen.

Eine weitergehende Trennung nach Anwalt, Sachbearbeiter, Mandant oder Organisation ist eine eigenständige Produkt- und Datenschutzentscheidung und sollte nur zugesagt werden, wenn sie tatsächlich implementiert und geprüft ist.

26. Gibt es einen Prüfbericht?

Blursafe kann abhängig vom Workflow einen Prüfbericht zur Verarbeitung erzeugen. Dieser kann beispielsweise angewendete Regeln, Verarbeitungsschritte oder Trefferzahlen nachvollziehbar dokumentieren.

Ein Prüfbericht ersetzt nicht die fachliche Verantwortung für die Entscheidung, welche Informationen in einem konkreten Vorgang entfernt oder pseudonymisiert werden müssen.

27. Kann Blursafe größere Dokumentmengen verarbeiten?

Blursafe ist für Mehrdokument- und Stapelverarbeitung ausgelegt. Mehrere Dokumente können mit gemeinsamen Regeln beziehungsweise innerhalb eines gemeinsamen Arbeitsstands verarbeitet werden.

Konkrete Leistungsgrenzen und Hardwareanforderungen sollten sich an den jeweils freigegebenen Performance- und Hardwaretests orientieren. Eine feste maximale Seitenzahl sollte nur als Produktzusage veröffentlicht werden, wenn sie reproduzierbar belegt ist.

28. Gibt es eine API oder Automatisierungsmöglichkeiten?

Blursafe ist primär als Desktop-Anwendung für die direkte Nutzung am Arbeitsplatz konzipiert. Eine öffentlich zugängliche allgemeine API oder ein allgemeiner Fernsteuerungs-CLI-Modus wird nicht automatisch zugesagt.

Innerhalb der Anwendung können Funktionen für wiederkehrende Arbeitsabläufe bereitstehen, etwa Stapelverarbeitung sowie wiederverwendbare Projekte und Regelsätze.

29. Können die erzeugten Dokumente anschließend in anderen Systemen verwendet werden?

Ja. Abhängig vom Dokument und der vorgenommenen Verarbeitung können erzeugte PDFs weiterhin maschinenlesbar beziehungsweise durchsuchbar sein.

Pseudonymisierte Dokumente können dadurch anschließend beispielsweise in Dokumentenmanagement-, Such- oder weiteren KI-gestützten Arbeitsabläufen verwendet werden, sofern dies im jeweiligen Einsatzfall datenschutzrechtlich und organisatorisch zulässig ist.

30. Ist Blursafe DSGVO-konform?

Eine pauschale Aussage „Blursafe ist automatisch DSGVO-konform“ wäre zu weitgehend. DSGVO-Konformität hängt nicht nur von einer Software ab, sondern vom konkreten Verarbeitungsvorgang, Zweck, der Rechtsgrundlage und den technischen und organisatorischen Maßnahmen des Verantwortlichen.

Blursafe ist technisch auf eine datenschutzorientierte Dokumentverarbeitung ausgelegt. Dazu zählen lokale Dokumentverarbeitung, lokale OCR, lokale KI, kein Cloud-Fallback für die Dokumentanalyse, kein Training externer KI-Modelle mit Kundendokumenten, datensparsame lokale Lerninformationen, sichere Schwärzung und die Trennung zwischen Dokumentverarbeitung und produktbegleitender Netzwerkkommunikation.

31. Ist Blursafe DSGVO-zertifiziert?

Eine Aussage wie „DSGVO-zertifiziert“ sollte nur gemacht werden, wenn dafür tatsächlich eine entsprechende belastbare Zertifizierung besteht. Ohne eine solche Grundlage sind konkrete technisch überprüfbare Aussagen sinnvoller, beispielsweise: „Die Dokumentverarbeitung einschließlich OCR und lokaler KI-Inferenz erfolgt auf Ihrem Gerät.“

32. Was sollte vor der Weitergabe eines bearbeiteten Dokuments geprüft werden?

Die erzeugte Ausgabe sollte vor einer externen Weitergabe kontrolliert werden. Besondere Aufmerksamkeit ist bei ungewöhnlichen Dokumentlayouts, schlecht lesbaren Scans, Handschrift, Unterschriften, Stempeln, Logos, grafischen Kennzeichnungen oder seltenen Datenarten sinnvoll.

Blursafe unterstützt diese Kontrolle durch automatische Erkennung, lokale KI, lokale Lernregeln, Layoutanalyse, manuelle Ergänzungsmöglichkeiten und technische Nachprüfung. Die fachliche Entscheidung über den konkreten Schutzbedarf bleibt beim Anwender beziehungsweise Verantwortlichen.

33. Welche Rolle spielt der Anwender trotz Automatisierung?

Eine zentrale. Blursafe soll Automatisierung nutzen, ohne daraus eine undurchsichtige Blackbox-Entscheidung zu machen. Der Anwender kann Vorschläge prüfen, zusätzliche Bereiche markieren, Pseudonyme festlegen und Entscheidungen korrigieren.

Unsichere KI-, Layout-, Bild- oder Lernhinweise werden nicht automatisch zur höchsten Schutzstufe erhoben. Dadurch bleibt nachvollziehbar, warum eine Information behandelt oder zur Prüfung vorgelegt wird.

34. Warum kombiniert Blursafe mehrere Erkennungsverfahren?

Unterschiedliche sensible Informationen stellen unterschiedliche technische Probleme dar. Eine IBAN lässt sich anders zuverlässig erkennen als ein alleinstehender Nachname. Eine Unterschrift ist kein normales Textproblem. Ein mehrspaltiges Formular ist zunächst ein Geometrieproblem, bevor entschieden werden kann, welche Wörter zusammengehören.

Blursafe versucht deshalb nicht, alle Aufgaben mit einem einzigen KI-Modell zu lösen. Stattdessen werden spezialisierte lokale Mechanismen kombiniert, die getrennt geprüft und entsprechend ihrer Evidenz bewertet werden können.

35. Was bedeutet „lokal“ bei Blursafe genau?

Für die Dokumentverarbeitung bedeutet „lokal“: Dokumente werden nicht zur OCR, Erkennung, lokalen KI-Inferenz, lokalen Lernverarbeitung, Schwärzung, Pseudonymisierung oder PDF-Erstellung an einen externen Dokumentenverarbeitungsdienst gesendet.

Produktbegleitende Funktionen wie Lizenzierung oder Updates können davon getrennte Netzwerkkommunikation verwenden. Die präziseste Aussage lautet deshalb: Ihre Dokumentinhalte bleiben bei der Blursafe-Dokumentverarbeitung auf Ihrem Gerät.

36. Zusammenfassung der Sicherheitsprinzipien

  • Dokumentverarbeitung lokal statt Cloud-Verarbeitung der Inhalte.

  • Mehrere spezialisierte Erkennungsverfahren statt einer einzigen Blackbox.

  • Deterministische starke Treffer dürfen durch Zusatzsysteme nicht abgeschwächt werden.

  • Lokale KI liefert zusätzliche Evidenz, keinen Cloud-Fallback.

  • Lokales Anwenderlernen basiert auf ausdrücklichen Entscheidungen und ist kein Modelltraining.

  • Komplexe Layouts werden als Geometrieproblem behandelt.

  • Visuelle Inhalte wie Handschrift, Unterschriften, Stempel oder Logos werden getrennt von normalem Text behandelt.

  • Schwärzungen werden in der neu erzeugten Ausgabe umgesetzt, nicht nur optisch überdeckt.

  • Die erzeugte Ausgabe kann technisch nachgeprüft werden.

  • Manuelle Kontrolle und Ergänzung bleiben Bestandteil des Workflows.

Hinweis: Diese Dokumentation ist bewusst versionsneutral. Konkrete Produktzusagen zu einzelnen Funktionen, Plattformen, Hardwareanforderungen und automatisch erkannten visuellen Kategorien sollten immer mit dem jeweils freigegebenen Produktstand und den dazugehörigen Abnahmetests übereinstimmen.